U-Bahn-Bau U6-14


Der Bauabschnitt U6/14 „Handelskai“

Der Bauabschnitt U6/14 mit der Station „Handelskai“ wird in Hochlage geführt, d.h. als Kette von Brückentragwerken ausgebildet. Die Station ist eine Gemeinschaftsstation der U-Bahn-Linie U6, der ÖBB-Nordbahnstrecke (S-Bahn-Stammstrecke) und der ÖBB - Donauuferbahn (S45) und ist ebenfalls als Hochlage ausgeführt.

 

 

 

Auftraggeber:
Wiener Linien GmbH & Co KG

Bearbeitungszeitraum:
1990 – 1997

Bauabschnittslänge:
ca. 970 m

Architektur:
AGU (Architektengruppe U-Bahn)


Der Bauabschnitt U6/14 überquert mit einer Reihe von Brücken die Engerthstraße, den Handelskai, die Trasse der S45, die Donau, die Donauinsel und die Neue Donau. Die Strecke verläuft im gesamten Bereich annähernd parallel zur bestehenden Nordbahntrasse der ÖBB.

Das Aufnahmegebäude der Station weist eine Grundrissfläche von ca. 63x63 m auf, die Bahnsteige liegen etwa 7,5 m über dem Niveau der Eingangshalle. Von der Eingangshalle werden die Bahnsteige der U6 und der ÖBB-Stammstrecke mit Liften, festen Stiegen und Rolltreppen erreicht. Am stromseitigen Ende der Bahnsteige ist eine direkte Erreichbarkeit des Donaudammes über feste Stiegen vorgesehen. Eine an den Brückentragwerken der U6 abgehängte Fuß- und Radwegbrücke gewährleistet die Erreichbarkeit der Donaubrücke.

Mit Ausnahme der Stiegenhausbereiche reicht die Stahlbetonkonstruktion der Station nur bis zum Bahnsteigniveau. Alle übrigen raumschliessenden Elemente wie Bahnsteigdächer, Fassaden, Wände der Stiegenanlagen wurden als Stahlkonstruktionen ausgeführt.

Als architektonisches Element des Erscheinungsbildes wurden die Hauptträger als räumliches Dreigurtfachwerk konzipiert. (Achsabstand 7.5 m).

Im Bereich der Eingangshalle haben die Gitterträger eine Höhe von ca. 12 m, die horizontale Auskragung (Bahnsteigüberdachung) beträgt 14 bis 17 m.

Im Bereich Engerthstraße wurde die bestehende ÖBB-Nordbahnstrecke unter Betrieb auf eine neue Plattentragwerkskette umgelegt.